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Namen

Manche nichtbinäre Menschen suchen sich Namen, die sowohl für Frauen als auch für Männer üblich sind, oder die sonstwie nicht klar einem binären Geschlecht zugeordnet werden. Welche davon eins auch offiziell annehmen kann und unter welchen Bedingungen, hängt von den Gesetzen des jeweiligen Landes ab.

Die Namen auf dieser Liste sind in verschiedenen Sprachen möglicherweise nur männlich oder nur weiblich. Vielleicht sind sie auch allgemein nur männlich oder nur weiblich, klingen aber auf Deutsch nicht so oder wurden früher nicht so verwendet. Bei der Wahl eines Namens ist letztendlich auch nicht wichtig, ob der Name männlich oder weiblich genutzt wird, sondern ob du dich damit wohl fühlst.

Nichts hält dich davon ab, deinen Spitznamen als Namen zu verwenden oder einfach einen zu erfinden. Nur wenn du so einen Namen offiziell annehmen willst, musst du wahrscheinlich Quellen herbeizaubern, die zeigen, dass er existiert und geeignet ist. Wenn dein Name nicht existiert, kann dir das Institut für Vornamensforschung in Leipzig möglicherweise helfen. Sie stellen ein Gutachten über deinen Namen aus, den das Gericht möglicherweise anerkennt.

Viele Namen, die du dir ausdenken kannst, gibt es. Eine gute Quelle dafür ist

http://www.namepedia.org/

Kulturelle Aneignung

Wenn du Namen von außerhalb deines kulturellen Repertoires verwendest, solltest du dich immerhin kurz mit kultureller Aneignung beschäftigen. Deine Kultur steht möglicherweise zu anderen Kulturen in einem privilegierten Verhältnis. Das entstand zur Zeit des Kolonialismus, ist aber immer noch in Form diverser Rassismen vorhanden.

Bei der Wahl eines Namens kannst du folgende Fragen stellen, um dich nicht kulturell aneignend zu verhalten:

  • Kommt der Name aus einem kulturellen Zusammenhang, der gegenüber meinem eigenen weniger privilegiert ist? Das trifft zum Beispiel zu, wenn du weiß/europäischer Herkunft bist und einen Namen wählst, der in Ländern genutzt wird, in denen es Kolonien europäischer Länder gab/gibt.
  • Ist die Bedeutung des Namens religiös? Wenn du der Religion nicht angehörst, kann es respektlos sein, ihn zu verwenden.
  • Bezieht sich die Bedeutung des Namens auf andere Konzepte der Kultur? Sind die Konzepte solche, die auch in deiner Kultur vorhanden sind?

andere Quellen

deutsch

englisch

mehrere Sprachen

Offizielle Namensänderung

Deutschland

Österreich

An sich gelten für nonbinary/agender/genderqueer-Identitäten dieselben gesetzlichen Grundlagen 1), wie jene für (vom Gesetzgeber als binär verstandene) Transpersonen. Das heißt, dass für eine Vornamensänderung mit Gebührenerlass gegenüber der Behörde „glaubhaft gemacht“ werden muss, dass ohne Namensänderung „unzumutbare Nachteile in wirtschaftlicher Hinsicht oder in seinen sozialen Beziehungen“ entstehen würden und „diese Nachteile auf andere Weise nicht abgewendet werden können“. Wie genau diese Glaubhaftmachung erfolgen muss, ist im Gesetz 2) nicht festgelegt. Die Praxis zeigt leider ganz unterschiedliche Gesetzesauslegungen seitens der Behörden.

Zur „Glaubhaftmachung“ sollte eine selbst verfasste, unterschriebene Begründung ausreichen, warum die Notwendigkeit zur Vornamensänderung besteht, inklusive Belegen für die andernfalls unzumutbare Nachteile in wirtschaftlicher oder sozialer Hinsicht. Wird der gewünschte Vorname bereits zumindest in Teilen des eigenen Umfeldes verwendet, kann eine solche Begründung zum Beispiel so aussehen: https://www.transx.at/Dokumente/NamAend_GVN.pdf. Ist das nicht der Fall, kann es mitunter schwieriger werden, Belege zu finden. Als Belege für wirtschaftliche oder soziale Nachteile, die nur auf diese Weise abgewendet werden können, empfehlen sich etwa geschäftliche Schreiben, in denen der beantragte Vorname bereits verwendet wird oder Bestätigungen (etwa durch AMS-Mitarbeiter*innen), dass sich durch eine Namensänderung die Chancen am Arbeitsmarkt verbessern würden.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, legt dem Antrag zur Vornamensänderung statt eines selbst verfassten Schreibens eine psychiatrische, psychotherapeutische oder psychologische Stellungnahme bei (die Kosten hierfür variieren stark, aber wenn ihr ohnehin bei jemandem in Behandlung seid, kann es auch sein, dass sie euch gratis ausgestellt wird). Die Stadt Wien fordert bei Namensänderungsanträgen keine Stellungnahme mehr, dies kann aber - trotz der Gesetzeslage, die keine psych. Stellungnahme zur Glaubhaftmachung vorsieht - in anderen Bundesländern anders gehandhabt werden. Diese Stellungnahme muss jedenfalls den aktuellen vollen Namen der antragstellenden Person und deren Geburtsdatum beinhalten, damit eine eindeutige Zuordnung möglich ist, sowie Name und Unterschrift der ausstellenden Person. Außerdem hat es sich bewährt, folgende Punkte in dieser Stellungnahme festzuhalten:

  • Person XXX fühlt sich weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugehörig
  • Ohne Änderung des Vornamens entstehen unzumutbare Nachteile in sozialer und/oder wirtschaftlicher Hinsicht für die antragstellende Person
  • Diese Nachteile können nicht auf andere Weise abgewendet werden
  • Die (problematische, weil pathologisierende) 3) „Diagnose“ F64.0 nach den ICD10

Informationen seitens der Behörden bezüglich einer psychiatrischen/psychotherapeutischen/psychologischen Stellungnahme oder eines selbst verfassten Schreibens gibt es leider keine. Aber mithilfe der oben genannten Punkte sind bereits Anträge von nonbinary/agender/genderqueeren Personen problemlos bewilligt worden. Von der Antragstellung bis zur Bewilligung sollte es in der Regel nicht länger als ein Monat dauern.

Checkliste Vornamensänderung:

  • Selbst verfasste Begründung inkl. Belegen oder psychologische/psychiatrische/psychotherapeutische Stellungnahme
  • Antrag 4) zur Vornamensänderung
  • Geburtsurkunde
  • Staatsbürger*innenschaftsnachweis
  • Amtlicher Lichtbildausweis

Mit diesen Dokumenten geht ihr zur für den Ort eures Hauptwohnsitzes zuständigen Bezirkshauptmannschaft bzw. dem zuständigen Magistrat 5). Solltet ihr noch Fragen haben oder Unterstützung benötigen, könnt ihr euch an die TransX-Hotline 6) unter transx@transx.at wenden.

A

  • Addison
  • Alec
  • Alex
  • Alexis
  • Andrea
  • Andy
  • Angel
  • Are
  • Ari
  • Ariel
  • Arron
  • Ash
  • Ashley/Ashleigh
  • Ashton
  • Aubrey
  • Avery
  • Azar

B

  • Baby
  • Bailey
  • Bälter7)
  • Bente
  • Billy
  • Blaine
  • Blair
  • Bo
  • Brett
  • Brice

C

  • Caden
  • Cameron
  • Carmen
  • Carson
  • Cary
  • Casey
  • Cassidy
  • Cato8)
  • Cecil
  • Celeste
  • Chandler
  • Chen
  • Chris
  • Cody
  • Connor
  • Corey
  • Cullen
  • Curly9)

D

  • Dakota
  • Daniele
  • Deniz
  • Dylan

E

  • Eike
  • Étienne 10)
  • Elisa11)
  • Elvyn
  • Eske
  • Evin

F

  • Fel
  • Feli
  • Finn
  • Flash
  • Flo
  • Frana12)
  • Friis13)

G

  • Gabriele
  • Gerrit

H

  • Hanne
  • Heilwig
  • Helge

I

  • Ike14)
  • Ingar
  • Inger
  • Ira
  • Isa15)

J

  • Jamie
  • Janmar
  • Janne
  • Jasmin
  • Jen
  • Jin
  • Jordan
  • Joyce16)
  • Jule17)
  • Jules18)
  • Juni

K

  • Kay
  • Kaya19)
  • Kari
  • Kelly
  • Kersten
  • Kim
  • Kiran

L

  • Lai
  • Laurence
  • Laurid
  • Lee
  • Lian
  • Loris
  • Lovis
  • Lu
  • Luca/Luka20)
  • Lucian
  • Luan21)
  • Lyle
  • Lynn

M

  • Maria
  • Marian
  • Maris
  • Maxi
  • Maxime
  • Michal
  • Michele
  • Mika22)
  • Malin

N

  • Nahid
  • Noa
  • Noel

O

P

Q

R

  • Rayan
  • Randy/Randi
  • Renee/René
  • Robin23)

S

  • Sam
  • Sanja24)
  • Sascha25)
  • Sati
  • Sean
  • Semsi
  • Simone
  • Sina
  • Stacy
  • Surinder

T

  • Tam
  • Tjorven
  • Tomke
  • Toni

U

V

  • Val

W

  • Winnie

X

Y

  • Yannie27)
  • Ying
  • Yu

Z

namen.txt · Zuletzt geändert: 2020/05/11 10:52 von jona